Forex Korrelation bei Währungspaaren

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Die Korrelation ist ein sehr wichtiges Konzept, egal ob am Aktienmarkt oder am Devisenmarkt. Auf diesem Konzept beruhen viele Strategien, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben wie zum Beispiel die Portfoliotheorie. Diese besagt, dass sich das Risiko eines Portfolios aus den Korrelationen der einzelnen Anlagen zusammen setzt. Aber was ist genau diese Korrelation und wie wird sie gemessen?

Was ist Korrelation beim Forex Trading?

Grundsätzlich drückt die Korrelation zweier Assets (Aktien, Fonds, Indizes oder auch Währungen) aus wie “eng” diese miteinander verwandt sind. Wenn Aktie A im Wert steigt und Aktie B im Normalfall ebenfalls steigt, dann liegt eine positive Korrelation vor. Steigt Aktie A und Aktie B sinkt gleichzeitig, dann ist die Korrelation negativ. Die Korrelation drückt man mit einem Wert von -1 bis +1 aus. Bei +1 bewegt sich Aktie A genauso wie Aktie B. Steigt A um 10% steigt auch B um 10%. Bei -1 ist es genau umgekehrt. Bei einer Korrelation von 0 lässt sich keine Aussage treffen wie sich die beiden Aktien bewegen und dann liegt der seltene Fall vor, dass wenn Aktie A steigt auch B steigen und manchmal auch fallen kann. Unterm Strich lässt sich keine Tendenz erkennen. Eine Korrelation von 0,2 besagt, dass Aktie B um 2% steigt wenn Aktie A um 10% steigt. Es handelt sich dann um eine schwache positive Korrelation.

Was bringt einem die Korrelation?

Wenn wir eine Korrelation von 0,5 vorliegen haben sagt einem das gar nichts solange man nicht weiß was man damit anzufangen hat. Die Information, die man daraus jedoch gewinnt ist sehr wichtig, denn damit weiß man, dass sich A normalerweise genauso entwickelt wie B. Beim Forex Trading ist diese Information sehr wichtig. Denn wenn man weiß, dass zum Beispiel EUR/USD und GBP/USD positiv korrelieren, kann man dies für seine Trading Strategie nutzen. Sieht man zum Beispiel ein Verkaufssignal bei EUR/USD und sieht ebenfalls ein solches Signal bei GBP/USD ist es sehr wahrscheinlich, dass eine der beiden – im Normalfall beide – Währungen im Wert fallen. Umgekehrt kann man die Korrelation als Entscheidungsunterstützung verwenden wenn man bei einem negativ korrelierenden Währungspaar einmal ein Kaufs- und einmal ein Verkaufssignal hat. Auch das macht es wahrscheinlicher, dass sich der Kurs in die entsprechende Richtung bewegt.

Die Korrelation der Währungspaare

Nun stellen Sie sich natürlich die Frage wie Sie die Korrelation heraus finden und zum Glück müssen Sie sich nicht selbst mit dem Taschenrechner hinsetzen und Daten auswerten. Das wäre sehr, sehr aufwendig und ist Ihre Zeit auch nicht wert. Außer Sie möchten es unbedingt einmal probiert haben, dann empfehlen wir Ihnen den Pearson Korrelationskoeffizienten zu wählen und Daten in Excel einzutragen. Am besten googeln Sie nach beidem.

Am einfachsten ist es jedoch einen Korrelationsrechner zu verwenden und hier gibt es sogar sehr gute am Markt wie den von Investing.com.

Dieser Rechner macht es sehr einfach die beliebtesten Währungspaare miteinander zu vergleichen. Wichtig ist auch zu verstehen, dass man eine 5 Minütige, von einer stündlichen und einer wöchentlichen Korrelation unterscheiden muss. Diese Daten werden alle ausgespuckt und wenn man wissen möchte welche Korrelation auf lange Sicht vorliegt, sollte man natürlich auf die wöchentliche Korrelation schauen.

Um Ihnen einen Eindruck der Korrelationen zu geben haben wir eine kleine Tabelle zusammengefasst ob eine positive oder negative Korrelation vorliegt. Diese Werte können sich in der Zwischenzeit wieder geändert haben, die grundsätzliche Tendenz ist jedoch wahrscheinlich über längere Zeit konstant. Die folgende Tabelle zeigt die Korrelation der wichtigsten Währungen im März 2012. Lesebeispiel: Ist der EUR/CHF Kurs gestiegen, ist meist auch der EUR/USD Kurs angestiegen.

 EUR/GBP EUR/JPY  EUR/USD GBP/USD USD/CHF USD/JPY
 EUR/CHF
 +
 +
 +
 +
 -
 +
 EUR/GBP
 +
 +
 0
 -
 +
 EUR/JPY
 +
 +
 -
 +
 EUR/USD
 +
 -
 +
 GBP/USD
 -
 +
 USD/CHF
 -
 

 

Probleme mit Korrelation

Wenn Sie sich die Mühe gemacht haben einige Währungspaare zu vergleichen werden Sie sehen können, dass es teilweise erhebliche Schwankungen bei den Korrelationen geben kann. Dieses Bild ist sehr aktuell und aussagekräftig genug:

Hier ist ein klarer Knick zu erkennen, der besagt, dass sich die Korrelation zwar die meiste Zeit zwischen 0,5 und 1,0 bewegt hat, man also sagen kann, dass eine positive Korrelation vorliegt, aber dieser eine Knick zeigt eine Korrelation von -0,5 und entspricht so gar nicht dem eigentlichen Trend. Was das heißt ist offensichtlich: Die Korrelation ist nicht konstant und kann sich ändern. Der Grund dafür ist, dass sie sich aus vergangenen Daten zusammen setzt und nur weil sich Assets oder Währungspaare in der Vergangenheit so verhalten haben, heißt das noch lange nicht, dass sie das auch genau so in der Zukunft tun.

Gerade in sehr volatilen Zeiten wird dies deutlich und während der Finanzkrise 2008/2009 war das Gesetz der Korrelation praktisch außer Kraft gesetzt. Für viele brach damals eine Welt zusammen weil sich plötzlich Aktien, die sich über Jahre so verhalten haben nicht mehr so verhalten haben wie sie sollten. Wer zu dieser Zeit ein Portfolio hatte bei dem das Risiko durch geschickte Auswahl der Assets auf 0 reduziert wurde, hatte plötzlich das Problem, dass diese Werte keine Gültigkeit mehr hatten.

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