USD-Aufwertung belastet Ölpreis

Die Ölpreise gaben gestern im Laufe des Handelstages wieder einmal nach, stabilisierten sich jedoch bis Handelsschluss trotz USD-Kursanstieg gegen den EUR. Dabei lag das Tagestief zwischenzeitlich bei $72,87 von $74,79 am Vortag. Der USD wertete gegen den EUR um 0,9% auf. Typischerweise bewegte sich der Ölpreis entgegengesetzt der USD-Tendenz. Während der Rohstoff in Zeiten anhaltender USD-Schwäche als größter Nutznießer dieser Korrelation gilt, könnte Rohöl nun angesichts der jüngsten USD-Aufwertung schweren Zeiten entgegensehen.

Die verbesserten Konjunkturerwartungen in den USA bringen Rohöl-Händler unter Druck. Rohöl wird, wie viele andere Rohstoffe auch, in US-Dollar bepreist. Eine starke US-amerikanische Währung verteuert die Ölpreise. Die Attraktivität des Rohstoffs als gewinnbringende Anlage nimmt ab. Eine mögliche Anhebung der US-Leitzinsrate könnte sich ebenfalls negativ auf die Rohölpreise auswirken. Vor diesem Hintergrund handelt der Rohstoff eventuell bald wieder zu einem gemäßigten Marktwert bei $70 pro Barrel.

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