Bernanke-Rede schwächt USD - Zinsanhebung bleibt zweifelhaft
Tuesday, 08 December 2009 16:22
Der USD handelt heute Morgen schwächer, nachdem sich US-Notenbankchef Ben Bernanke gestern in einer Rede in Washington zur aktuellen Wirtschaftslage in den USA und ihrer Erholung äußerte. Dabei erklärte er, dass die Zinsraten voraussichtlich niedrig verbleiben werden. Die Marktteilnehmer gehen für das kommende halbe Jahr von einem Anhalten der US-Niedrigzinspolitik und von kurzfristigem Druck für die US-Währung aus.
Genaue Angaben für einen Zeitpunkt der Anhebung des Zinsniveaus durch die US-Notenbank gab es im Laufe Bernankes Rede gestern nicht. Jedoch sei die US-Notenbank bereit, ihre massive Stimulierung der Wirtschaft zurückzufahren, so der US-Notenbankchef, sobald die Erholung stark genug sei. Die US-Wirtschaft befindet sich nach wie vor inmitten ihrer Erholungsphase. Der Arbeitsmarkt bleibt gegenwärtig bei einer Arbeitslosenrate von 10% schwach. Die Inflationssorgen verringern sich zwar, eine Zinsanhebung in naher Zukunft bleibt jedoch unwahrscheinlich.Bernankes Ansprache brachte zumindest dem Währungspaar EUR/USD Auftrieb. Damit war der USD-Aufwärtstrend vom vergangenen Freitag, nach den überraschend positiven NFP-Daten beendet. Der plötzliche EUR/USD-Kursabfall am Freitag hatte viele Händler dazu veranlasst, ihre Long-Positionen auf das Paar abzustoßen, was einer sich ankündigenden Preiskorrektur nach unten neue Impulse setzte. Anleger sehen heute wieder langfristige Aufwärtstendenzen für die Gemeinschaftswährung EUR gegen den USD.
Das Paar wird aktuell bei 1,4840 gehandelt, nachdem EUR/USD noch vor Bernankes Rede unter 1,4800 notierte. Heute Morgen war das Währungspaar bis auf den niedrigsten Stand innerhalb der letzten fünf Wochen gefallen. Auch das Pfund Sterling rutschte zum USD bereits ab und handelt aktuell um 1,6452. Der heutige Eröffnungspreis lag bei 1,6476.